GGV-Emblem Glatzer Rose

Glatzer Gebirgs-Verein
(GGV) Braunschweig e.V.

seit über 65 Jahren in Braunschweig

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Aktuelles aus dem Glatzer Gebirgs-Verein

125 Jahre GGV

1881 - 2006 = 125 Jahre
Glatzer Gebirgs-Verein

Jubiläumsfeiern zum 125-jährigen Bestehen des Glatzer Gebirgs-Verein - Zweisprachige Gedenktafel in Glatz am Ring/Ecke Brücktorberg enthüllt

Nach seiner großen Jubiläumsfeier am 13. Mai 2006 in Braunschweig hat der „Glatzer Gebirgs-Verein (GGV) Braunschweig e.V.“ das 125-jährige Bestehen am Sonnabend, den 20. Mai 2006, in seiner schlesischen Gründungsstadt Glatz (heute: Kłodzko) unter der Leitung seines Vorsitzenden Christian Drescher gefeiert und dabei eine zweisprachige Gedenktafel zum Jubiläum des Vereins eingeweiht.

Zum zweiten Teil der Jubiläumsfeiern in verschiedenen Orten der Grafschaft Glatz (heute: Ziemia Kłodzka) unternahm der Glatzer Gebirgs-Verein (GGV) eine achttägige Jubiläumsbusreise mit 45 Teilnehmern aus Braunschweig und Umgebung. Die Reisegruppe besuchte unter anderem wichtige Orte der Vereinsgeschichte in Bad Reinerz (heute: Duszniki Zdrój) und Neurode (heute: Nowa Ruda), wo sie von den polnischen Bürgermeistern sehr herzlich empfangen wurde.

Den Höhepunkt der Reise bildete die große Jubiläumsfeier am Sonnabend, den 20. Mai 2006, in Glatz, an der viele deutsche Reisegruppen und Einzelreisende teilnahmen.

Begonnen wurde mit einem feierlichen, katholischen Festgottesdienst in der Dekanats- und Stadtpfarrkirche in Glatz, der mit über 400 deutschen Besuchern vermutlich die größte deutsche Messe seit 60 Jahren in dieser Kirche war.

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Der Gottesdienst wurde vom Visitator für Priester und Gläubige aus der Grafschaft Glatz, Großdechant Prälat Franz Jung aus Münster, und anderen Geistlichen aus der Grafschaft Glatz zelebriert. An der Messe nahmen auch die Gruppe der Wallfahrt des Großdechanten mit zwei Reisebussen und die Reisegruppe des Sauerländischen Gebirgsvereins - Abteilung Lüdenscheid mit einem Reisebus teil.

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Danach zogen die angereisten Reisegruppen, Gottesdienstbesucher und Geistlichen sowie einige Bergführer der Polnischen Gesellschaft für Touristik und Heimatkunde (PTTK) in einer festlichen Prozession mit den Fahnen, Wimpeln und einem Schild durch die Stadt und über den Rathaus-Ring in Glatz zum Eckhaus am Brücktorberg.

Dort wurde bei einer festlichen Zeremonie mit zweisprachigen Grußworten eine polnisch-deutsche Gedenktafel zur Erinnerung an die Gründung im Jahr 1881 und das 125-jährige Bestehen des Glatzer Gebirgs-Vereins (GGV) vom polnischen Vize-Bürgermeister Janusz Rudnicki und dem GGV-Vorsitzenden Christian Drescher feierlich enthüllt.

In ihren Grußworten brachten der Vize-Bürgermeisters Janusz Rudnicki, der GGV-Vorsitzende Christian Drescher, der Vorsitzender der Heimatgruppe Grafschaft Glatz e.V. Georg Hoffmann, der Bürgermeister der Stadt Lüdenscheid Dieter Dzewas, der Vorsitzende der Abteilung Lüdenscheid des Suaerländischen Gebirgsvereins Achim Ahlhaus sowie die PTTK-Bergführerin Romana Majewska die große Bedeutung dieser Jubiläumsfeier zum Ausdruck.

Die Tatsache, daß die großartigen Jubiläumsfeiern des Glatzer Gebirgs-Vereins an den historischen Stätten des Vereins in der Grafschaft Glatz mit vielen deutschen und polnischen Teilnehmern unter Beteiligung der polnischen Verwaltungen und Bürgermeister stattgefunden haben, wurde von den Rednern als ein gutes Zeichen für eine friedliche Freundschaft von Deutschen und Polen im vereinten Europa gewertet.

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Die deutsche Inschrift der Gedenktafel lautet:

AN DIESEM ORT WURDE AM 2. MÄRZ 1881 DER
GLATZER GEBIRGS-VEREIN
GEGRÜNDET. SEIT DEM 9. AUGUST 1951
BESTEHT ER WIEDER IN BRAUNSCHWEIG.
SEIN ZIEL WAR DIE FÖRDERUNG VON
FREMDENVERKEHR UND NATURSCHUTZ
IN DER SCHÖNEN GRAFSCHAFT GLATZ.

ERRICHTET ZU SEINEM 125-JÄHRIGEN JUBILÄUM

Als zentrales Element der Tafel ist in goldener Farbe die Glatzer Rose, das Vereinsabzeichen des Glatzer Gebirgs-Vereins, eingerahmt von den beiden Jahreszahlen 1881 und 2006 zu sehen.
Die Gedenktafel ist aus schwarzem Granit mit heller Schrift.

Die Tafel wurde anschließend von Großdechant Prälat Franz Jung und dem polnischen Pater Stanisław Piotrowski gesegnet.
Zum Schluß der Einweihungsfeier wurde von den deutschen Teilnehmern gemeinsam das Lied „Über die Berge schallt“ gesungen.
Von der Feier in Glatz wurden zahlreiche Fotos und ein Videofilm aufgenommen, die auf Anfrage beim GGV erhältlich sind.

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Die Gedenktafel wurde auf Kosten des GGV bei einem Steinmetz in der Grafschaft Glatz angefertigt und mit freundlicher Genehmigung der polnischen Stadtverwaltung an der historischen Gründungsstätte des Vereins von 1881 angebracht, wo sich schon seit 1906 ein Bankhaus befindet. Für die Gedenktafel haben viele Mitglieder und Grafschafter Landsleute gespendet.

Der Festgottesdienst und ein abschließendes Konzert im Kurpark in Bad Altheide (heute: Polanica Zdrój) wurde auf Einladung des GGV vom Polizeichor Marburg aus Hessen ehrenamtlich mitgestaltet. Zu der Feier trafen sich in Glatz mehrere deutsche Reisegruppen mit acht Reisebussen und viele weitere individuell angereiste Landsleute aus der Grafschaft Glatz.
Von der Jubiläumsfeier in Glatz und der Jubiläumsreise des GGV in die Grafschaft Glatz berichteten die größte polnische Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“ in ihrer schlesischen Regionalausgabe Breslau und das polnische Regionalfernsehen „TVP 3“ aus Breslau sowie einige Lokal- und Bäderzeitungen.

Der Glatzer Gebirgs-Verein ist mit seiner Gründung vor 125 Jahren einer der ältesten Touristik- und Naturschutzvereine in Deutschland. Er hat sich mit über 10.000 Mitgliedern bis 1945 um die Förderung von Fremdenverkehr und Naturschutz in der Grafschaft Glatz verdient gemacht. Sein Vereinsabzeichen ist unverändert seit 125 Jahren die „Glatzer Rose“, die auch als zentrales Element in goldener Farbe auf der Gedenktafel erscheint.

Der Glatzer Gebirgs-Verein hat nach dem zweiten Weltkrieg seit der Neugründung im Jahr 1951 seinen Sitz als Hauptverein in Braunschweig. Ein Bruderverein bestand von 1946 bis 1995 in Berlin. Der Verein hat heute bundesweit über 1.000 Mitglieder. Seit 1995 besteht auch eine Gebietsgruppe in Nordrhein-Westfalen. Von 1990 bis 2004 war Hans-Jürgen Taube aus Ebersdorf (heute: Dzikowiec) im Kreis Neurode (heute: Nowa Ruda) der Vorsitzende des GGV. Sein unmittelbarer Nachfolger ist der in der Nachwuchsgeneration in Braunschweig geborene Ingenieur Christian Drescher aus Wendeburg mit Vorfahren aus Bielendorf (heute: Bielice) im Kreis Habelschwerdt (heute: Bystrzyca Kłodzka).

Christian Drescher
- Vorsitzender -

Fotos: Hans-Jürgen Taube, Stadt Glatz (Urząd Miasta w Kłodzku), Christian Drescher


 
 
 

 

© 2006-2019 Christian Drescher
Erste Version vom 07.08.2006, letzte Aktualisierung am 09.08.2019.